Hierauf baut das Konzept „Real Brass Company“ auf:
- Zu Beginn des 5. Schuljahres lernen die Schülerinnen und Schüler die im Rahmen dieses Projekts angebotenen Instrumente (Klarinette, Saxophone, Querflöte, Trompete, Posaune) und evtl. ergänzende Instrumente (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Piano) kennen und probieren diese aus. Die Schüler wählen eines der Instrumente.
- In Gruppen von 3 – 5 Schülern wird im Anschluss an den normalen Unterricht Instrumentalunterricht durch erfahrene Instrumentalpädagogen der Musikschule in den Räumen der Realschule durchgeführt. Die Kosten für den Unterricht werden von den Eltern an die Musikschule entrichtet. Es wird versucht, über eine Stiftung 'Freiplätze’ für Schülerinnen und Schüler bereitzustellen, deren Eltern nicht in der Lage sind, die Unterrichtskosten zu tragen.
- Im Anschluss an den Instrumentalunterricht (oder in einer 7. Stunde eines anderen Tages) wird im Ensemble „Real Brass Company“ (vorläufiger Titel) das Erlernte zusammengeführt. Eine wesentliche Grundlage des vorliegenden Konzepts ist der ständige Bezug zwischen der Ensemblearbeit einerseits und dem Instrumentalunterricht andererseits. Es ist geplant, im Laufe der Zeit eine Bigband-Formation zusammenzustellen. Die Ensembleproben werden von Musiklehrern der Realschule geleitet.
- Es findet einmal jährlich eine dreitägige Intensivprobenphase (Musikfreizeit) statt.
- Regelmäßige Aufführungen sind wichtiger Bestandteil dieses Musikkonzepts.
- Der Austausch und die gegenseitige Ergänzung mit weiteren Musikangeboten der Schule, z.B. der Schulband, werden angestrebt.
- Das Projekt startete zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 mit den Jahrgängen 5 und 6.
53 Schülerinnen und Schüler erhalten im ersten Jahr Instrumentalunterricht in 12 Kleingruppen. Da der Musikraum für diese Anzahl Schüler zu klein ist, werden die Bigbandproben für die Blasinstrumente in Gruppe A und B aufgeteilt. Ab Januar kommen die Instrumente Gitarre und Keyboard zur Orchesterprobe hinzu.
Die meisten Blasinstrumente werden von der Firma Radermacher (Mönchengladbach) geleast und an die Eltern weiter vermietet. Ein Teil der Instrumente konnte dank einer Spende der Firma Persil über 10000 € angeschafft werden. Die Trägerschaft über das Musikprojekt hat der Förderverein der Realschule übernommen. Das neben dem Musikraum liegende Fotolabor wurde zum Instrumentensammelraum umgewidmet. Im Jahr 2008 wird eine Verbindungstür zwischen Musikraum und Sammlungsraum gebrochen. Damit sind wesentliche Voraussetzungen für das Projekt geschaffen. Es fehlt weiterhin ein großer Raum. - Es ist geplant, Schülerinnen und Schülern, die nach Klasse 6 weiter spielen möchten, die Teilnahme an einer Schulbigband anzubieten.

Zwei Grundannahmen bilden die Basis für das Projekt 'Real Brass Company’
- „Musikmachen ist die fundamentale musikalische Handlungsweise. Sie stellt ein menschliches Grundbedürfnis dar, eröffnet elementare Gestaltungsmöglichkeiten, hat positive Einflüsse auf die Persönlichkeitsstruktur und bildet eine wesentliche Basis für ein weitreichendes Musikverständnis. Seit langem ist belegt, dass das praktische Musizieren sowohl die allgemeinen Grundbedingungen des Lernens (Konzentrationsfähigkeit, Motivation, positives Gruppenklima und Sozialverhalten) als auch die Leistungsfähigkeit in den anderen Fächern nachhaltig positiv stark beeinflusst.“
- Ein Instrument alleine zu Hause zu üben ist meist nicht sehr motivierend. Alle bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass Kinder mit Interesse dabei sind und dabeibleiben, wenn sie die Gelegenheit bekommen, mit ihrem Instrument in einer Gruppe mitzuspielen. Deshalb muss das im Instrumentalunterricht Gelernte in einem Ensemble angewandt werden können.“