
Herdecke. (eli) Weil der Eingang des Steinkreises nach Osten ausgerichtet ist, kann morgens die Sonne hineinscheinen und abends als Feuer wieder abgegeben werden. 15 Realschüler aus dem Kunstkurs der Jahrgangsstufe 8 haben eine Woche lang an dieser Einfriedung am höchsten Punkt des Steinbruchs Grandi gebaut. Gestern stellten sie ihr Werk - ein Symbol für Energie - vor.
Die Idee zu dem Projekt, mit den Schülern in der Landschaft Kunst zu gestalten, hatte Timothy Vincent. Der Steinbildhauer aus Wetter, selbst ehemaliger Schüler der Realschule am Bleichstein, knüpfte Kontakt zu Schulleiter Hubertus Schmalor, der von der Idee sofort angetan war. Dasselbe galt für Klaus Grandi, den Besitzer des Steinbruchs an der Attenbergstraße. Letzen Mittwoch konnten die Schüler ertsmals in Begleitung von Kunstlehrerin Anita Klostermann und Timothy Vincent in den Steinbruch gehen.
Urkunde für Engagement

Herdecke. (sr) In den Räumen der Werner Richard - Dr. Carl Dörken-Stiftung wurden gestern sechs Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs der Realschule am Bleichstein für ihre Leistungen und ihr soziales Engagement ausgezeichnet.
Der Förderpreis, den die Stiftung alljährlich in Zusammenarbeit mit dem Rektor der Schule, Lehrern und Elternvertretern vergibt, ist mit insgesamt 2 500 Euro dotiert. Aus jeder zehnten Klasse wurden zwei Schülerinnen und Schüler ausgewählt. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken mit Eltern, Klassenlehrern und Geschwistern bekamen gestern Julia Marten, Florian Schmidt, Doreen Kikillus, Tanja Munk, Nora Haidar und Omid Shirvani Samani ihre Urkunden überreicht.
Nora Haidar bekam die Auszeichnung für ihre Ausdauer und Leistungsbereitschaft - auch in Fächern, die ihr nicht so lagen, wie es in der Begründung der Auswahlkommission aus Klassenlehrern, Rektor Hubertus Schmalor und dem Schulpflegschaftsvorsitzenden heißt.
Auch wurde ihr Engagement für die Abschlussfeier gelobt. "Ich habe den Raum organisiert, denn dieses Jahr feiern wir nicht im Zweibrücker Hof, sondern in der Aula des Gymnasiums", erzählt die zukünftige Gymnasiastin. Hier ließ sie sich von ihren Klassenkameraden nicht entmutigen: "Obwohl viele immer nur gesagt haben ,das wird eh nichts´, erinnert sich Nora. Julia Marten setzte sich u.a. für das Kultcafé an der Schule ein, Florian Schmidt engagierte sich für die Theatergruppe. Bei Doreen Kikillus lobte die Jury ihre positive Ausstrahlung und ihr ausgleichendes Wesen, Tanja Munk bekam den Preis u.a. für ihr Gespür, Konflikte in der Klasse zu lösen und Omid Shirvani Samani begeisterte mit seiner Beharrlichkeit - auch gegen Widerstände.
Wettkampf an der Riesen-Strickleiter endete mit einem Sieg der Schüler

(Westfalenpost 2.6.2007 / Foto: Gautzsch)
"Kultur muss für jeden Schüler im Klassenzimmer stattfinden"

Herdecke. (PZ) Schon auf dem Schulhof flackerten überall Teelichter und verbreiteten ein stimmungsvolles Licht. Und im Gebäude stiegen den Besuchern süßliche Gerüche in die Nase, die Vorfreude auf die exotischen Spezialitäten am späteren Abend weckten: Die Realschule am Bleichstein veranstaltete am Donnerstag und Freitag zum ersten Mal zwei Kulturabenden unter dem Motto "multi-kulti".
Ursprünglich wollte nur die Jahrgangsstufe 10 ihre Abschlussfeier finanzieren, doch dann beteiligten sich alle Schüler und stellten einen gelungenen Abend auf die Beine. "Kultur muss fest im Unterricht verankert sein", betonte Direktor Hubertus Schmalor bei der Eröffnungsrede in der Aula. "Es geht nicht darum, dass einmal im Jahr ein Vorzeigepianist, der zufällig auf der Schule ist, auftritt. Kultur muss für jeden Schüler im Klassenzimmer stattfinden."
Den Appell ihres Rektors legten die Schülerinnen und Schüler dann auch sehr wörtlich aus, denn aus schlichtem Platzmangel fanden fast alle Aktivitäten in den Klassenräumen statt. "So kann jeder von Klasse zu Klasse gehen und sich sein eigenes Programm zusammenstellen", erklärte Schmalor.
Ob "Stomp am Bleichstein" - ein Tanzprojekt der achten Klasse - oder türkischer Tanz mit türkischer Hausmusik, gespielt auf der Darbuka und der Saz bzw. Balama - das Angebot war äußerst abwechslungsreich. Viel Bewegung gab es auch bei Jazz- und Breakdance oder Steperobic der Klassen 7, 9 und 10. Eine Verschnaufpause bot das "Multi-Kulti-Café", das von den Zehntklässlern betrieben wurde und eben jenen herrlichen Duft nach orientalischen Süßwaren versprühte.
"Pflicht" für alle Besucher war das Theaterstück "Verrückt diese Irdlinge" der Theater-AG unter der Leitung von Lehrer Gerd Bühler in dem Außerirdische die Erde besuchen und menschliche Schwächen aufdecken. Die originelle Kulisse entstand unter Leitung von Kunstlehrerin Anette Klostermann, die mit ihren Schülern eine Wand aus Pappwürfeln schuf.
Kulturabend an Realschule begeisterte

Herdecke. (tok) Mit einem Theaterstück und einem "Multi Kulti Cafe?" finanzierten die Schülerinnen und Schüler der Realschule "Am Bleichstein" ihren Abschlussball. Die Besucher konnten sich neben der Aufführung auf einige Überraschungen freuen.
Die Veranstaltung zum Thema "Völkerverständigung - Let´s Make Cult" fand am Donnerstag- und Freitagabend ab 19 Uhr statt. Die Abende wurden sowohl von Schülern als auch von Lehrern nach und nach geplant und erarbeitet.
Am Donnerstag kamen mehr als 80 Besucher, die sich nach der Begrüßung durch Schulleiter Hubertus Schmalor an einem von der Theater AG und einigen freiwilligen Schülerinnen und Schülern einstudierten Theaterstück erfreuen konnten. Die Requisiten für das Stück mit dem Titel "Verrückt diese Irdlinge" wurden von den Jugendlichen zum Teil selbst gemacht und zum Teil mitgebracht. Dankbar sind die Schüler der Ev. Gemeinde Herdecke, die den Saal des Philipp-Nicolai-Hauses zum Proben bereitstellte.
Das mit Witz auf die Schwächen der Menschheit hinweisende Stück sorgte bei den Zuschauern für viele Lacher. So beobachteten "außerirdische" Schüler mit ihrem Professor unter anderem den geringen Wortschatz einer Jugend-Clique.
"Wir haben das geamte Angebot auf mehrere Räume verteilt, um das Fehlen einer größeren Räumlichkeit wettzumachen", erklärte Schülersprecherin Julia Marten. Im Neubau befand sich ein "Multi-Kulti-Cafe"? mit Speisen aus verschiedenen Ländern. Leckere Sachen fanden die Besucher dort - von italienischem Tiramisu bis hin zu libanesischen Teigtaschen. Aber auch Stepaerobic, Jazzdance und Breakdance sowie türkischen Tanz zu passender Musik boten die Schüler an. Mit "Stomp Am Bleichstein" wurde ein Thema aus dem Unterricht vorgestellt. Hierbei handelte es sich um Musik mit Hilfe von Alltagsgegenständen wie Spielkarten. Zwischendurch gab es englisches Theater und eine Präsentation aus dem Musikunterricht.
"Kulturelle Bildung ist Bestandteil des schulischen Auftrags", erklärte Schulleiter Schmalor. Gabi Beindorf, ehemalige Lehrerin, die von Schülern eingeladen wurde, freute sich: "Schön, dass die Schüler so etwas auf die Beine gestellt haben."
Völkerverständigung: Realschüler laden ein zum "Multi-Kulti"-Abend

Herdecke. Die Abschlussstufe der Realschule am Bleichstein lädt Donnerstag und Freitag, jeweils 19 Uhr, zu einem bunten Abend voller Multi-Kulti ein. Mit dem Erlös finanzieren die Schüler einen Teil ihres Abschlusses.
Es soll ein ungezwungener Abend für Jung und Alt werden. Zum Thema Völkerverständigung wird es neben der Aufführung des Theaterstücks "Verrückt diese Irdlinge" und einigen musikalischen Darbietungen auch ein multikulturelles Café geben. Angeboten werden Speisen und Getränke aus verschiedenen Nationen und Kulturen.
Das Programm findet in mehreren Räumen statt, zwischen denen Gäste nach Belieben wählen können. "Wir wollen dadurch das Fehlen einer größeren Räumlichkeit wettmachen", erklärt Schülersprecherin Julia Marten, die gemeinsam mit ihren Mitschülern den Abend organisiert hat. Seit geraumer Zeit führt wieder eine Stufe eine solche Aktion durch. "Kulturelle Bildung ist unabdingbarer Bestandteil unseres schulischen Auftrags. Deshalb unterstützen wir diese Aktion und hoffen, dass sich daraus eine feste Tradition entwickelt", so Schulleiter Hubertus Schmalor. Der Eintritt beträgt für Erwachsene drei Euro, Schüler zahlen die Hälfte. (WR 13.3.2007)
Projektage; Schüler lernten "fürs Leben"

Bunt präsentieren sich die Räume der Realschule Herdecke. Die Schüler wirkten aktiv mit an der Verschönerung der Flure. Hilfe bekamen sie dabei von dem Künstler Fritz Pietz.
Begonnen wurde mit den Projekten am vergangenen Mittwoch. "Anders als bei bisherigen Veranstaltungen dieser Art handelt es sich nicht um Hobbys, sondern um Themen mit größerem pädagogischen Wert", so Schulleiter Hubertus Schmalor. Diesmal wurde nicht Fußball gespielt oder ein Theaterstück einstudiert. Lernen lernen, Verkehrserziehung, Suchtprophylaxe/Sexualaufklärung, Fitness durch Sport/Ernährung, die Gestaltung der Schule und ein Tanzkurs zur Vorbereitung auf den Abschlussball standen auf dem Plan. Die Lehrer sowie sechs Schüler jeder Klasse erhalten nun Bewertungsbögen, mit denen festgestellt werden soll, wie viel Anklang diese Projekttage bei Lehrerkollegium und Schülern gefunden haben.
Jutta Görgen, Klassenlehrerin der 7 c, konnte einen Erfolg bei ihren Schülern feststellen. Besonders gefallen habe den Jugendlichen das selbstständige Arbeiten, resümierte sie. Hubertus Schmalor, der selber nicht an der Projektplanung beteiligt war, da er kürzlich erst Rektor der Schule wurde, hofft auf guten Anklang bei den Schülern, da er jedes Jahr solche Projekttage durchführen möchte.
Zeit für Lerntipps, Tanzkurs und Malprojekt

Noch bis Freitag dauern die Projekttage an der Realschule. Themen, die im Unterricht zu kurz kommen, wie Lerntricks, gesunde Ernährung oder ein Minitanzkurs stehen für drei Tage auf dem Programm.
Gezielter und in einer anderen Atmosphäre sollen bei den Projekttagen bestimmte Inhalte vermittelt werden. Die Aktionen, an denen die Schülerinnen und Schüler jahrgangsweise teilnehmen, reichen dabei von inhaltlich notwendigen Themen wie beispielsweise der Frage, wie man sich gesund ernährt und einen ausgleichenden Sport für sich entdeckt (8. Klassen) über Tipps und Tricks zum richtigen Lernen (5. Klassen) bis hin zur kreativen Schulgestaltung (9. Klassen).
"Dieser Projekttag soll von nun an jährlich stattfinden", skizziert Schulleiter Hubertus Schmalor die Zukunftspläne. Jeder Schüler durchläuft somit die verschiedenen Angebote wie Sexualaufklärung, Verkehrserziehung oder einen Minitanzkurs kurz vor dem Schulende (10. Klassen).
Einen großen Vorteil der Projekttage sieht Hubertus Schmalor in der Zusammenarbeit mit Experten u.a. von der Kreispolizei und des Gesundheitsamtes in Schwelm sowie von Pro Familia. "Außerschulische Kooperationspartner wirken auf die Schülerinnen und Schüler oft authentischer als ein Lehrer", hat Schmalor festgestellt, "weil sie sozusagen Menschen aus dem wahren Leben sind", ergänzt er und schmunzelt.
Um zu überprüfen, ob die verschiedenen Angebote von den Schülern als hilfreich angesehen werden, werden sie im Anschluss befragt. "Wir sind zum Beispiel sehr gespannt, wie der Minitanzkurs und das Antiblamierseminar in der Tanzschule Siebenhüner in Hagen ankommen", berichtet der Schulleiter. Die zehnten Klassen sollen damit auf ihrem Abschlussball eine gute Figur machen.
Höhepunkt der drei Tage ist das Projekt des Dülmener Künstlers Fritz Pietz: Alle an der Schule beteiligten - vom Fünftklässler über die Lehrer, den Hausmeister und die Reinigungskräfte - bemalen mit sechs Farben ein Stückchen Holz. Die 700 einzelnen Teile werden von Pietz zu Mosaiken geklebt. Sieben bunte "Kunst-Stücke" werden dann das Foyer der Schule fröhlicher wirken lassen. "Diese Aktion haben wir ,Teamwork Schule´ genannt, weil jeder an der Schule mitmacht und sich wiederfindet."
Gemeinsam durch das Spinnenetz

Foto: Heinz Hendel / Quelle: Westfalenpost 31.01.2007
Herdecke. (sr) "Ihr müsst jetzt alle Reibereien in der Klasse komplett vergessen", beginnt Marcella Peters die Stunde. Die Erzieherin des Jugendzentrums Mittendrin in Ende ist heute mit ihrem Kollegen Holger Steiner zum "Adventure"-Projekt im Sportunterricht der Klasse 8 d an der Realschule am Bleichstein zu Besuch.
Die Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler: Gemeinsam durch ein Spinnennetz aus gespannten Seilen von einer Seite auf die andere gelangen. Was zunächst einfach aussieht, wird immer schwieriger, je ausführlicher Marcella Peters die Regeln erklärt: "Keiner von euch darf das Netz berühren und jedes der Felder darf nur einmal benutzt werden", erläutert sie. "Wenn ein Schüler ein Seil berührt, müssen alle von vorne anfangen."
Bevor es losgeht, gibt es zwei Übungen zum Aufwärmen: Die Schüler müssen sich fallen und von ihren Klassenkameraden auffangen lassen sowie flach auf den Boden legen und von einer Gruppe aus Mitschülern anheben lassen. Da ist Körperspannung gefragt, denn schließlich müssen die meisten der Achtklässler von ihren Klassenkameraden senkrecht durch das Netz durchgereicht werden. Teamfähigkeit, Vertrauen in die Gruppe aufbauen und eigene Änste überwinden sind dabei einige der Lernziele von Adventure.
Bereits zum vierten Mal sind die beiden Pädagogen der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt mit diesem Projekt in der Realschule. Neun Wochen lang arbeiten sie jeweils eine Doppelstunden mit den achten Klassen. "Die Schüler lernen, eigene Ziele in kleinen Schritten zu verfolgen", erklärt Sozialarbeiter Holger Steiner. Die Kooperation mit Schulen - die Mittendrin-Mitarbeiter waren auch schon an der Hauptschule in Herdecke und an der Albert-Schweitzer-Schule zu Gast - ist auf Vorschlag der Herdecker Jugendhilfe entstanden. "Uns sind in der Jugendarbeit gewisse Defizite aufgefallen. Etwa, dass es an der Teamfähigkeit der Jungen und Mädchen hapert", erinnert sich Holger Steiner.
Als Einzelkämpfer haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Adventure jedoch keine Chance. Nächste Woche geht es in die Höhe: Hier müssen sich die Jungen und Mädchen von ihren Klassenkameraden an Seilen sichern lassen. "Die Erfahrungen der letzten Jahre sind gut", erklärt Sportlehrer Siegfried Koch, "den Schülern macht es Spaß und sie haben den Eindruck, dass das Klassenverhalten besser wird." Kursleiter Steiner merkt vor allen Dingen, dass insbesondere schüchterne Schüler von den Übungen profitieren. Der Abschluss des Projekts, ein Besuch des Klettermax-Hochseilgartens in Dortmund, bei dem in 18 Metern Höhe Seile gespannt sind, ist dann aber für alle eine Herausforderung.